Nach Angaben des zurückgetretenen Fraktionschefs der Oppositionspartei Al Wifaq im bahrainischen Parlament, Abdel Jalil Khalil, war die Beteiligung an der am Samstag stattgefundenen Nachwahl sehr niedrig und lag bei weniger als 10 Prozent. Er dementierte die Äußerungen des bahrainischen Justizministers über eine 51-prozentige Beteiligung der Bürger an der Abstimmung über 18 Sitze im Parlament und sagte: "Wir haben verschiedene Wahllokale besichtigt und dabei beobachtet, dass sie leer waren."
Sieben islamische und liberale Gesellschaften in Bahrain hatten die Wahl um 18 Sitze im Parlament boykottiert und die Realisierung einer wahren Demokratie im Lande gefordert.
Ferner berichtete die Nachrichtenagentur Mehrnews unter Berufung auf die saudi-arabische Nachrichtenagentur, dass der König von Bahrain Al Khalifa am morgigen Montag nach Riad reisen wird, um mit seinem größten Unterstützer bei der brutalen Niederschlagung der Volksproteste, dem saudischen König Abdullah bin Abdel Aziz, zusammenzutreffen.